RAW Workshops

Workshops
12:00 – 18:00 Uhr

 

RAW: Badehaus
12:00 – 15:00 Uhr
RAW findet immer noch Stadt.

Öffentliches Werkstatt-Gespräch über strukturelle Veränderungsmöglichkeiten für erfolgreiche partizipative Planungsprozesse zur Entwicklung des RAW- mit der PlanBude (Hamburg), Michael Rostalski und der Stadtteilversammlung

Auf drei öffentlichen Veranstaltungen konnten sich Interessierte im jüngsten Planungsverfahren für das RAW Friedrichshain zu baulichen Vorschlägen äußern. Das reichte nicht, um sich intensiv mit der Gelände-Entwicklung auseinandersetzen, denn “komplexe Aufgaben erfordern eine komplexe Planungsbeteiligung” (PlanBude Hamburg). Anwohner*innen organisierten daher eine eigene Plattform. Unter dem Motto “RAW findet Stadt” diskutierten sie die Zukunft des RAW aus ihrem Blickwinkel als Nachbar*innen, Stadtplaner*innen und Vertreter*innen aus den Bereichen Bildung, Stadtpolitik, Kultur, Soziale Arbeit. Das Werkstatt-Gespräch nimmt diese Zusammenarbeit wieder auf. Im Kontext der tiefgreifenden städtebaulichen Veränderungen im Umfeld des RAW braucht es eine kontinuierliche und verbindliche Teilnahme an der Gelände-Entwicklung: Ein Stadtteil-Gremium, das soziale und kulturelle Erfordernisse in anstehenden Planungsprozessen für das gesamte Gelände benennt und umsetzt. Wie muss so ein Stadtteil-Gremium zusammengesetzt sein und welche Ressourcen braucht es?

 

RAW: Bar Zum Schmutzigen Hobby
16:00 – 18:00 Uhr
Alternativplanung als Mittel politischer Öffentlichkeitsarbeit

Plane die Welt, wie sie Dir gefällt – lohnt sich das? In diesem Workshop gibt der Alternativplaner Carsten Joost einen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen alternativer Planung im politischen Raum. Einige relevante Beispielprozesse aus Berlin werden Diskursverläufe, den Einfluss alternativer Machbarkeitsstudien sowie das Zusammenspiel mit Bürger*innen-Initiativen aufzeigen. Zudem wird die Frage erörtert, welche alternativen Planungsansätze öffentliche Akzeptanz erzeugen und inwieweit sie in den Handlungsspielräumen der Grundstücksentwickler*innen liegen. Ein Workshop für Planer*innen und engagierte Bürger*innen, die sich für alternative Stadtplanung interessieren.

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Die PlanBude ist ein trans-disziplinäres Team aus den Feldern Kunst, Architektur, Urbanistik, sozialer Stadtteilarbeit, Musik, Kulturwissenschaft und Planung. Sie ist ein “Kind” der Hamburger Recht-auf-Stadt-Bewegung und wurde 2014 gegründet, um die Wunschproduktion für den Neubau der Esso-Häuser zu organisieren – und wurde dafür vom Bezirk Hamburg-Mitte beauftragt. In dem frühzeitigen Beteiligungsprozess konzipierte die PlanBude innovative Planungs-Tools, die es allen möglich machen, komplexe Beiträge zum Planungsprozess zu liefern. Die PlanBude arbeitet derzeit an der Realisierung des “St. Pauli Codes”.

Dr. Michael Rostalski war Mitbegründer der Initiative Ideenaufruf – partizipative Geländeentwicklung, die sich bereits von 2001-2008  dafür einsetzte, das RAW für und mit dem Stadtteil zu entwickeln. Er schrieb das Buch “Gelebte Orte – Geplante Stadt. Informelle Nutzung urbaner Räume und partizipative Stadtentwicklung. Das RAW-Gelände in Berlin.”

Carsten Joost, Dipl.-Ing. Architektur, entwirft mit seinem Büro für alternative Stadtentwicklung Planungen aus Perspektive der Anwohner*innen. http://planungsagentur.de/